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Sport statt Gewalt – Breakdance beim DRK

Das Training mit „Schnupperstunden zum Kennenlernen“ findet jeweils am Freitag in der Zeit von 15.00 bis 17.00 Uhr im Rotkreuzzentrum, Herrendamm 42-50 statt.

Der Kreisverband Lübeck geht neue Wege in der Jugendarbeit und unterbreitet ein besonderes
Angebot für jetzige und künftige junge Mitglieder des DRK-Kreisverbandes Lübeck. Das Deutsche
Rote Kreuz hat mit Breakdance für Kinder und Jugendliche seine Angebotspalette für Bewegungsprogramme erweitert.
Breakdance entstand als Teil der Hip-Hop-Bewegung in den späten 60er Jahren und wurde ursprünglich auf den Straßen New Yorks getanzt. In Manhattan und der südlichen Bronx war der
Tanz ein Ventil für die Spannung und der Gewalt zwischen den städtischen Straßen-Gangs.
Auf diese Weise wurde er zum Ersatz für die tägliche Gewalt, der so Einhalt geboten wurde.
Wir wollen den Kindern und Jugendlichen mit unserem Angebot Raum geben, um Selbstvertrauen
aufzubauen. Indem sie eigene Stärken entdecken und Schwächen bewältigen, entwickeln
sie Selbstbewusstsein. Zugleich entwickelt sich Struktur und Orientierung für diese schöne
Sportart
“, sagt Martin Pryl, DRK-Kreisgeschäftsführer, der das Angebot initiierte.
Während der Übungsnachmittage lernen die Jugendlichen unter Anleitung der Tänzer Tarek
und Mirco Schritte, Figuren und Kombinationen für den sogenannten „Style“, wie der individuelle
Tanz genannt wird. „Das faszinierende beim Breakdance ist für mich, dass ich die Schritte
selbst gestalten und weiterentwickeln kann."


Wenn einer anders tanzt als andere, ist das nicht falsch, sondern vielmehr ein individueller Style“,
erzählt Mirco, der sich seit etwa drei Jahren für Breakdance begeistert und ihn aktiv betreibt.
Beiden Tänzern ist der Grundgedanke des Breakdance wichtig: den Tanz als Ventil zu
nutzen und nicht, sich selbst darzustellen und im Mittelpunkt zu stehen.
Ohne Disziplin geht gar nichts.


Für Breakdance ist große Disziplin erforderlich. Die Teilnehmer verbessern ihre Körperbeherrschung
und bauen ihre athletischen Fähigkeiten aus. Auch wenn einige Figuren auf den ersten
Blick sehr schwer aussehen: „Wer Ehrgeiz hat, kann es lernen“, sagt Tarek aus eigener Erfahrung.
Die Breakdance-Kultur begreift sich als frei, unabhängig von Rasse, Geschlecht oder Alter.
Damit passt sie zum Roten Kreuz mit seinem Selbstverständnis „Aus Liebe zum Menschen“.

27. März 2012 14:13 Uhr. Alter: 52 Tage